Wissensarbeit = Collaboration? 9. November 2009
Posted by wissensarbeiter in Was ist Wissensarbeit?, Web 2.0, Wissensarbeit.Tags: Gerhard Hube, Problemlösen, Web 2.0, Wissensarbeit, Wissensarbeiter
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Im Online-Journal WhatMatters von McKinsey erschien am 27.10.2009 ein interessanter Artikel mit dem Titel: Using technology to improve workforce collaboration. Der Artikel beschreibt die Bedeutung von Collaboration und der dazu notwendigen Technologie wie z.B. Web 2.0. Interessant sind auch die Einteilung von verschiedenen Typen von Collaboration Workers sowie die Aufzählung von Waste bei Collaboration. Eine der Kernaussagen der Autoren lautet: The heart of what knowledge workers do on the job is collaborate, which in the broadest terms means they interact to solve problems, serve customers, engage with partners, and nurture new ideas.
Hier musste ich allerdings einmal kurz nachdenken. Ist wirklich die Collaboration das Herzstück von Wissensarbeit? Ganz klar Nein! Der Kern der Wissensarbeit ist Problemlösen. Und Problemlösen bedeutet denken. Denken ist der Kern der Wissensarbeit. Problemlösen im Team oder gegenseitige Abstimmung für Arbeitsteilung erfordert Collaboration. Aber ohne Denken ist Collaboration nur sinnloses Geschwätz. Nehmen Sie 4 Affen und geben diesen die modernsten Web 2.0 Werkzeuge. Sie werden nichts Vernünftiges zustande bringen. Natürlich benötigen die Wissensarbeiter in Teams gute Kommunikationsfähigkeiten und passende Werkzeuge. Aber der Einsatz von tollen Werkzeugen in Ermangelung des Verständnisses von Wissensarbeit wird kaum Erfolg bringen.
Wie das Denken im Problemlöseprozess funktioniert, hat Gerhard Hube schon vor einiger Zeit sehr gut beschrieben. Ich habe dies auch schon hier im Blog diskutiert (siehe Was ist Wissensarbeit und Das zweifache Handlungsfeld).
Denken wir also erst einmal nach, bevor wir über Collaboration diskutieren. Denn Wissensarbeit = Denkarbeit.
Viel Spass beim Nachdenken wünscht
der wissensarbeiter
Follow me at Twitter: @wissensarbeiter 5. November 2009
Posted by wissensarbeiter in Über diesen Blog.Tags: Web 2.0
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Habe seit kurzem einen Account bei Twitter. Mal sehen, was sich damit so machen lässt. Meine Tweets sind hier im Blog ganz unten rechts ebenfalls eingeblendet.
Wer hat Interesse, meinen Tweets zu folgen? Einfach versuchen unter http://twitter.com/wissensarbeiter
der wissensarbeiter
Microblogging – quo vadis? 4. November 2009
Posted by wissensarbeiter in Web 2.0, Wissensarbeit.Tags: Web 2.0, Wissensarbeit, Wissensarbeiter
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Der Hype-Cycle von Gartner ist immer ein beliebtes Mittel, um einzuschätzen, wo sich neue Technologien in der Verbreitung und Akzeptanz gerade befinden. Auf ReadWriteWeb beschreibt Richard MacManus, wo sich Web 2.0 und Twitter auf dem Hype-Cycle befinden. Gerade Twitter steht danach noch der Abstieg ins Tal der Entäuschungen bevor. Dieser Abstieg nach einer ersten Euphorie kann manchmal auch ins bodenlose führen, wenn die Benutzer danach nicht einen echten Mehrwert in der täglichen Arbeit verspüren.
Ich glaube, die stark synchrone Kommunikation, die beim echten Twittern notwendig ist, schränkt den Gebrauch auch entsprechend ein. Wenn Wissensarbeiter Probleme lösen und sich in komplexe Themen eindenken müssen, können sie nicht Dutzende von Tweets verfolgen und immer wieder antworten. Sich rasch Lösungsvorschläge oder Tipps über Twitter zu holen, kann sicherlich manchmal funktionieren. Dennoch bleibt es spannend, inwieweit Wissensarbeiter diese ständige Unterbrechung für einen möglichen Vorteil in Kauf nehmen.
Jochen Robes hat übrigens einen Vortrag auf der KnowTech 2009 mit dem Titel Warum Wissensarbeiter twittern gehalten. War einigermassen interessant, wenngleich ich dennoch glaube, dass der Hype sich wieder legen wird, eben so wie die Kurve von Gartner dies voraussagt. Aus dem Tal der Entäuschungen wird Twitter dann wieder herauskommen, wenn die Nutzer das eigene Kommunikationsverhalten anpassen und dabei aber auch langfristig einen echten Mehrwert haben.
der wissensarbeiter
Wissensarbeit 2.0 – Versionsnummer ohne Sinn? 2. November 2009
Posted by wissensarbeiter in Unternehmenskultur, Web 2.0, Wissensarbeit.Tags: Enterprise 2.0, Produktivität, Unternehmenskultur, Web 2.0, Wissensarbeit
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Im Blog Carnival Nr.1 beschäftigten sich Andrea Back und Jochen Robes vor einiger Zeit mit der Frage: Ist Wissensarbeit 2.0 traumhaft oder traumatisch? Interessant sind die Aspekte, inwieweit moderne Technologien – also das Internet mit der immensen Daten- bzw. Informationsfülle sowie Web 2.0 - wirklich Wissensarbeit unterstützen. Über 15 andere Blogger haben dazu ebenfalls Einträge in ihren Blogs veröffentlicht. Einer der besten ist auf bloghauszweinull.net zu finden. Hier sagen die Autoren klar und deutlich, dass Web 2.0 lediglich den Zugang zu Informationen erleichtert. Auch Andrea Back in ihrem Editorial beschreibt, dass die persönliche Wissensverarbeitung sich nicht genauso einfach beschleunigen lässt wie der Zugang zu Information.
Dennoch wissen wir immer noch nicht, was denn der Unterschied zwischen Wissensarbeit 1.0 und 2.0 eigentlich sein soll. Nur durch die Nutzung von Wikis, Blogs oder Twitter – also Web 2.0 Technologien – wird Wissensarbeit weder in der Version 1.0 noch in 2.0 von alleine produktiver. Ein Fortschritt in der Produktivität geht deutlich über rein technische Aspekte hinaus. Der Artikel über Enterprise 2.0 hat die Dimension der Unternehmenskultur beleuchtet. Persönliche Arbeitstechniken, Fähigkeiten zur Abstraktion und vieles mehr sind deutlich wichtiger als jede technologische Verbesserung. Wissensarbeit hat mit Denken zu tun. Und unser Denken hat sich im Problemlöseprozess noch nicht deutlich verbessert – da gibt es noch sehr viel Neuland zu entdecken und in die Alltagspraxis einzubauen.
der wissensarbeiter
SI-SE 2010: Softwareentwicklung aus Sicht des Gehirns 16. Oktober 2009
Posted by wissensarbeiter in Konferenzen, Wissensarbeit.Tags: Lernen, Problemlösen, Software Engineering, Wissensarbeit
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Am 29.01.2010 veranstaltet die Fachgruppe Software Engineering der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI-SE) an der Universität Zürich die 16. SI-SE Fachtagung. Das Thema bei dieser Tagung lautet: Soft Factors – Der Mensch im Software Engineering.
Ich werde dort über Wissensarbeit aus Sicht des Gehirns berichten und den Bezug zur Softwareentwicklung herstellen. Produktivität in der Softwareentwicklung zu erreichen heisst zunächst einmal, das wichtigste Werkzeug – unser Gehirn – effektiv einzusetzen. Daneben gibt es noch andere sehr interessante Vorträge z.B. über Lernen aus Misserfolgen (statt aus Erfolgen), auf die ich schon jetzt sehr gespannt bin.
der wissensarbeiter
KnowTech 2009 – Technologie treibt Wissensmanagement 12. Oktober 2009
Posted by wissensarbeiter in Konferenzen, Web 2.0.Tags: Enterprise 2.0, Web 2.0, Wissensmanagement
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Die vom 6. bis 7.Oktober 2009 stattgefundene KnowTech 2009 ist eine der wichtigen Konferenzen zum Thema Wissensmanagement im deutschsprachigen Raum. Dieses Jahr standen die Themen semantische Suche sowie Kollaboration mit Unterstützung von Web2.0 Tools im Vordergrund. Ich besuchte vor allem Vorträge zum Thema Kollaboration. Hier waren die Begriffe Web 2.0 bzw. Enterprise 2.0 in nahezu jedem Vortrag zu hören. Verschiedene Unternehmen und Berater stellten vor, wie sie mit Social Software die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verbessern und den Wissensaustausch fördern.
Ich werde hier wieder einmal den Eindruck nicht los, dass händeringend nach einer technologischen Lösung gesucht wird, um den Wissensaustausch zu verbessern. Zwar haben die Referenten auch das Thema Unternehmenskultur angesprochen, aber die Anwendung und Einführung der coolen neuen Werkzeuge wie Wikis, Blogs, Twitter, Live Meeting oder Instant Messaging haben klar dominiert. Einen Gedanken, den ich auch mit anderen Teilnehmern an der Konferenz diskutiert habe, möchte ich hier wiedergeben:
Der Trend scheint klar zu synchroner Kommunikation zu gehen. Absenden eines Emails und warten auf die Antwort ist zu langsam. Per Twitter ein Problem an alle Followers zu senden soll eine Fülle guter Lösungsvorschläge hervorbringen. Per Instant Messaging einen Chat zu starten ist cooler als zu telefonieren. All diese Werkzeuge bieten Möglichkeiten, die Kommunikation zu ermöglichen und auch zu verbessern, wenn sie sinnvoll eingesetzt werden. Dazu hat man bei der KnowTech allerdings nicht sehr viel erfahren. Übermässige synchrone Kommunikation und ständiges Verfolgen von tweets, Blogs sowie der immerwährenden Erreichbarkeit per Instant Messaging führt dazu, dass Wissensarbeiter keine Zeit mehr am Stück zur Verfügung haben um Probleme zu lösen. Der wohl implizit vorhandenen Hoffnung, Wissensarbeiter bräuchten gar keine Probleme mehr lösen, da sich irgendwo ja jemand findet, der eine Lösung bereits hat, mag kurzfristig attraktiv sein, langfristig würde dies aber die Wissensarbeitskompetenz z.B. eines Unternehmens dramatisch verschlechtern.
Neues Wissen entsteht, wenn Dinge ausprobiert werden und die Mitarbeiter aus den Fehlern lernen . Hier war das Pre-conference Tutorial von Dave Snowden ein echtes Highlight. Allerdings lediglich etwa 15 Personen haben dies besucht. Einen guten Einblick in seine Ideen gibt es im Blogeintrag von Dave Snowden.
Viel Spass bei Lesen wünscht
der wissensarbeiter
Die Zukunft der Arbeit 27. September 2009
Posted by wissensarbeiter in Arbeitslosigkeit, Gesellschaftlicher Wandel, Wissensarbeit.Tags: Arbeitswelt, Gesellschaft, Politik, Routinearbeit, Wissensarbeit, Wissensarbeiter
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Alle bedeutenden Parteien in Deutschland haben im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 das Thema Arbeit intensiv zum Fang von Wählerstimmen genutzt. Die SPD versprach 4 Millionen neue Arbeitsplätze bis 2020, die Linke würde gerne 1 Million Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst schaffen und die FDP mit der CDU wollen die Steuern senken und so Wachstum erzeugen, ebenfalls mit dem Ziel neue Arbeitsplätze zu schaffen. Gerne wird der Bevölkerung immer noch der Glaube an die Vollerwerbsgesellschaft vorgegaukelt um Wählerstimmen einzufangen. Wenn man einmal die Statistik zur Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland anschaut, sieht man sehr leicht, dass nach jeder Krise (1973, 1982, 1992, 2001) zwar die Arbeitslosenzahl wieder abgenommen hat, aber bei weitem nicht mehr den Ausgangszustand erreichte bevor die nächste Krise kam. Dieser Trend wird praktisch von allen Parteien in der Kommunikation zum Volk nicht erwähnt.
Irgendetwas passiert in der Gesellschaft, für das die Politik in Regierung und Opposition keine Antworten hat. In der Ausgabe September 2009 von brandeins beschreibt Wolf Lotter in seinem Artikel An die Arbeit die Ursachen der seit Jahrzehnten insgesamt stetig steigenden Arbeitslosigkeit. Die Aufrechterhaltung der Industriegesellschaft um jeden Preis sowie die Ignoranz darüber, dass es für immer mehr Menschen keine Arbeit mehr gibt und zukünftig auch nicht geben wird. Der Soziologe Georg Votruba ordnet die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter in vier Gruppen ein: Langzeitarbeitslose, Existenzpendler mit wechselnden Jobs, Normalarbeiter im Angestelltenverhältnis sowie die Gruppe der Arbeiter, deren Kapital Wissen ist.
Die Existenzpendler bewegen sich meist im Niedriglohnsektor mit Tätigkeiten, die oft keine berufliche Qualifikation erfordern. Solche Tätigkeiten stehen durch das Überangebot an Arbeitskräften unter grossem Lohndruck oder können nur mit Niedriglohn vor der Auslagerung in Billiglohnländer bewahrt werden. Die Normalarbeiter, die Angestellten, verrichten in der Produktion oder als Sachbearbeiter in der Dienstleistung meist Tätigkeiten mit einem starken Anteil an Routinearbeit. Oft landen Manager ebenfalls in dieser Kategorie, zumindest wenn sie versuchen sich auf die Administration zu beschränken und das Denken nach unten delegieren da ihr aktuelles Wissen die Realität um sie herum nicht mehr klar reflektiert. Die letzte Gruppe, die Wissensarbeiter, sind die, die durch die Realisierung von Projekten, die Entwicklung innovativer Produkte sowie der Formulierung von Stategien und deren Umsetzung am Markt erfolgreich sind und dadurch neue Arbeit schaffen.
Die Jobs, die im nächsten Aufschwung neu entstehen werden, benötigen hochqualifizierte Wissensarbeiter. Der Trend der Zunahme der Arbeitslosigkeit zeigt, dass die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen immer weniger zu den Anforderungen einer Informations- und Wissensgesellschaft passt. Auch die Zahlen zur Arbeitslosigkeit unter Ingenieuren 2008 – es waren ca. 21000 Ingenieure arbeitslos gemeldet – und die Anzahl der offenen Stellen – allein in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen allein fast 30000 – zeigen diese Tendenz eindeutig. Diese leicht nachzuvollziehende Erkenntnis kann eine Gesellschaft sehr belasten. Diese wird anfällig für extreme Parteien und deren Ideologien, die Verwaltung und Kontrolle von staatlichen Unterstützungsmassnahmen verschlingt Milliarden und durch soziale Unruhen können auch die, die Arbeit haben, ihre Freiheit nicht mehr geniessen.
Hoffen wir, dass die neue Regierung die nächsten vier Jahre nutzt, dieses Problem einmal zu ergründen und ins Bewusstsein der Bevölkerung bringt. Erst dann lassen sich Lösungen wie zum Beispiel das garantierte Grundeinkommen diskutieren. Für alle Wissensarbeiter aber gilt: das Wissen ist unser Kapital, welches zur Lösung von Problemen zur Anwendung kommt und dadurch wächst und sich vermehrt. Dieses Kapital gilt es zu mehren und nutzbringend einzusetzen. Wir sind also so etwas wie Wissenskapitalisten und verfügen selbst über das wichtigste Produktionsmittel . Marx hätte seine Freude an uns gehabt…
der wissensarbeiter
Umfrage zu Enterprise 2.0 11. Juni 2009
Posted by wissensarbeiter in Globalisierung, Technischer Wandel.Tags: Arbeitswelt, Enterprise 2.0, Unternehmenskultur, Web 2.0, Wissensmanagement
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Im Jahr 2008 hat das Bitkom eine Studie mit dem Titel: Enterprise 2.0 – Analyse zu Stand und Perspektiven in der deutschen Wirtschaft veröffentlicht. Dabei wurden rund 400 Unternehmen in Deutschland befragt. Die Studie ist eine Fortsetzung der bereits in 2007 von Berlecon Research durchgeführten Studie bei rund 150 Unternehmen über den Einsatz von Web 2.0. Bereits damals haben sich 90 % der Befragten zu mangelnder ITK-Unterstützung für den immer grösseren Bedarf an Zusammenarbeit und Wissensaustausch geäussert: Nearly 90 % of the respondents have experienced an increased demand for efficient collaboration and the exchange of knowledge. Many of them don´t feel adequately supported in this by their ITC.
Wenn man nun so die Ergebnisse der Studie des Bitkom von 2008 anschaut, erkennt man, dass sich eigentlich nicht viel geändert hat:
- Deutlich ist zu erkennen, dass die Investitionen und die Anstrengungen mit Fokus auf den Einsatz von neuen Technologien angegangen werden.
- Die Firmen erhoffen sich durch den Einsatz von Technologie einen positiven Einfluss auf die Unternehmenskultur. Besser wäre: die Unternehmenskultur und die Arbeitsweise der Informations- und Wissensarbeiter dahingehend zu verbessern, dass der Einsatz neuer Technologien nutzbringend ist.
- Wieder einmal der Versuch von Technologie getriebenes Informations- und Wissensmanagement zu etablieren
Sehr interessant ist auch, dass bei der Befragung Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern und v.a. auch mit globalen Standorten die Vorreiter spielen. Meine Interpretation hier lautet:
- Grossunternehmen sind besonders schwerfällig, wenn es darum geht eine Unternehmenskultur zu ändern.
- Wenn die Kulturunterschiede besonders gross sind und die Zusammenarbeit über global verteilte Standorte nicht sehr gut funktioniert, ist die Anfälligkeit besonders gross, dies mit neuer Technologie zu kaschieren oder oberflächlich zu verbessern. Wenn die Hose zu kurz ist, helfen auch mal ein paar längere Hosenträger…
Der Austausch von Daten und der Austausch von Wissen sind allerdings immer noch nicht nur zwei Paar Stiefel, sondern es liegen Welten dazwischen. Daten kann ich elektronisch zu jeder Zeit an jeden Ort der Welt senden. Der Austausch von Wissen erfordert beim Empfänger einen Lernprozess, von dem die meisten Manager nichts wissen wollen. Vielleicht erinnern sich viele der Manager nicht so gern an die eigene Schulzeit zurück…
Viel Spass beim Lesen und Lernen wünscht
der wissensarbeiter
Enterprise 2.0 – Technologischer oder kultureller Wandel? 12. Mai 2009
Posted by wissensarbeiter in Globalisierung, Technischer Wandel.Tags: Arbeitswelt, Enterprise 2.0, Unternehmenskultur, Web 2.0, Wissensarbeit
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Vor rund einem Jahr hat der Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ein Positionspapier zum Thema Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0 herausgegeben.
Die Umgestaltung von Unternehmen mit den Ideen von Enterprise 2.0 ist eine Voraussetzung für Mitteleuropa, um langfristig mit innovativen Produkten und Dienstleistungen international wettbewerbsfähig zu bleiben. Talente zu vernetzen mit dem Ziel Innovationszyklen zu verkürzen wird ein zunehmend wichtigerer Faktor um Wissensarbeit deutlich produktiver zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem kulturelle Aspekte:
- Aufbau einer ganzheitlichen Unternehmensphilosophie mit flachen Hierarchien, Selbstorganisation und Partizipation
- Führung wird zunehmend wichtiger als direkte Kontrolle
- Grundlage dazu sind Loyalität und Vertrauen
- Wertschöpfende Bereiche erhalten den eigenen Marktkontakt zurück und entwickeln so die Fähigkeit sich flexibel an die Erfordernisse der Kunden anzupassen
Beim Lesen des Positionspapiers wird man allerdings die Zweifel nicht los, dass die Autoren doch sehr stark der Überzeugung sind, dass letztendlich die Technologien des Web 2.0 einer der wesentlichsten Treiber zum Enterprise 2.0 sind. Ich glaube dagegen, dass Web 2.0-Technologie die neue Kultur besonders über verteilte Standorte sehr gut unterstützen kann. Ohne die Durchdringung der Organisation mit den oben genannten kulturellen Aspekten besteht die Gefahr eines kurzen Hypes mit nachfolgender Enttäuschung.
der wissensarbeiter
OOP 2009: Softwareentwicklung aus Sicht des Gehirns 11. Februar 2009
Posted by wissensarbeiter in Konferenzen.Tags: Lernen, Problemlösen, Software Engineering, Wissensarbeit
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Die OOP 2009 ging sehr schnell vorbei. Softskills in der Softwareentwicklung waren neben den vielen technischen Vorträgen ein sehr wichtiges Thema. Es scheint, als ob unsere Branche die Zeit bis zum nächsten Paradigmenwechsel nutz, um die Humanaspekte stärker in den Vordergrund zu stellen. Einen Überblick und ein paar Sätze zu meiner Keynote Softwareentwicklung aus Sicht des Gehirns findet man in einer Zusammenfassung im Heise Developer Newsticker.
Viel Spass beim lesen wünscht
der wissensarbeiter

