Die Zukunft der Arbeit (14) – Skills für das 21. Jahrhundert


Schleicher_Demand_For_SkillsProf. Andreas Schleicher hat in seiner Keynote auf der vor wenigen Tagen stattgefundenen Republica 2013 die notwendigen Skills für das Arbeitsleben im 21. Jahrhundert erläutert. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung des Bedarfs der entsprechenden Skills am Arbeitsmarkt am Beispiel der US-Wirtschaft. Der Bedarf an Skills für Tätigkeiten, die keine Routinearbeit darstellen (analytisch oder kreativ) ist enorm gestiegen während gleichzeitig der Bedarf vor allem an kognitiver Routinearbeit dramatisch gefallen ist. Analytische und kreative Nicht-Routine-Arbeit ist Wissensarbeit. Dieser Bedarf steigt immer mehr während durch Outsourcing und Automatisierung es immer weniger Arbeitsplätze für einfache Routinearbeiten auch im Büro gibt. Weiterlesen

Vom Social-Experiment zum Wissensmanagement


cio_logoIm CIO ist ein kurzer Artikel von Frank Schabel und mir erschienen, der beschreibt, wie ein internes Enterprise Social Network (ESN) genutzt wird. Anhand fünf beispielhafter Szenarien zeigen wir auf, wie solch ein Einsatz aussehen kann. Die fünf Szenarien sind:

  1. Projekt-Staffing – Haben wir die besten für unser neues Projekt an Bord?
  2. Experten suchen – expert profiling, die Gelben Seiten der Datenbank
  3. Requirements austauschen – Social Networking sinnvoll für Anforderungsmanagement nutzen
  4. Virtuelle Marktplätze als Ideenpools organisieren
  5. Projektinformationen – Wikis hinterlegen kontextbezogen wertvolle Anleitungen und Vorgehensweisen

Projektmanagement Dialog in Zürich am 7.März 2013


customLogoAm 7. März veranstaltet die Swiss Project Management Association (SPM) zusammen mit Zühlke den Projektmanagement Dialog. Das Leitthema bei dieser Veranstaltung ist Komplexität im Projekt. Infos zur Veranstaltung und den Referenten findet man auf der SPM-Website.

Das Thema Komplexität im Projekt habe ich bereits hier schon einmal thematisiert und hier noch etwas weiter ausgeführt. Für Projektmanager ist und bleibt das Beherrschen der Komplexität die wichtigste Aufgabe. Gerne wird dies unterschätzt und zum Teil auch vom Auftraggeber als Routine abgetan. Wenn wir uns aber die Definition eines Projektes ansehen (aus Wikipedia), dann wird klar, dass in der Einmaligkeit, der zeitlichen Begrenzung sowie den Zwängen jede Menge Komplexität versteckt ist.

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Die Zukunft der Arbeit (13) – Wie Hightech Unternehmen ihre Büroräume gestalten


Zuhlke engeneeringEin Artikel von Lars Budde zeigt 15 Büroräume von Hightech-Unternehmen wie Google, Facebook oder Twitter. Man sieht sehr deutlich, dass diese Unternehmen versuchen, ihre Wissenarbeiter durch einen gewissen Wohlfühlfaktor zum kreativen Denken und Arbeiten anzuregen. Selbstverständlich sollen auch die Mitarbeiter keinen Grund haben, sich möglichst wenig in der Firma aufzuhalten, da die Umgebung im Büro ja cool und inspirierend wirkt.

Arbeitsplätze dieser Art sind das physische Pendant zu auf Social Media aufbauenden IT-Infrastrukturen. Yammer zum Beispiel verwendet intern kein Emailsystem. Alle Kommunikation im Unternehmen über alle Standorte hinweg geschieht über Yammer. Davon konnte ich mich bei einem Besuch des Yammer Büros in London im November letzten Jahres überzeugen. Auch die Bürolandschaft von Yammer ist mit der von Google oder Facebook vergleichbar.

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Die Zukunft der Arbeit (12) – das GDI zu den wichtigsten Trends


GDI_Zukunft der ArbeitMit der Zukunft der Arbeit beschäftigen sich mittlerweile sehr viele Forschungsinstitute. Hier ein Vortrag von Katrin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon in der Schweiz (GDI) an den XDAYS 2013 zum Thema Die Zukunft des Arbeitens – eine Trendübersicht.

Katrin Frick fasst zusammen, wie sich das Umfeld verändern wird und wie sich auch die persönlichen Verhältnisse wie z.B. der Arbeitsplatz verändern werden. Der Fokus ist hier nicht Routinearbeit sondern die Welt der Wissensarbeiter. Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Kernaussagen von Katrin Frick:

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Die Zukunft der Arbeit (11) – Arbeitswelten 4.0


Arbeitswelten 4.0 Fraunhofer 2013Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat im letzten Jahr eine Studie über die Arbeitswelt der Zukunft durchgeführt. Dabei wurden per Fragebogen 136 Experten für Wissensarbeit über mögliche Szenarien in den kommenden 10 bis 20 Jahren befragt. Es hat mich sehr gefreut, dass ich als einer der Experten hier mitmachen durfte.

Insgesamt 35 Thesen in neun verschiedenen Bereichen hat das Fraunhofer Institut in die Befragung aufgenommen. Aus den Antworten der befragten Experten und den Sichtweisen der Fraunhofer Forscher haben diese dann ein Zukunftsszenario entworfen, das auch in einem kurzen Video visualisiert wurde. Die Bereiche sind:

  1. Globale Arbeitsteilung
  2. Polare Organisationsmodelle
  3. Familie und Individualisierung
  4. Mobilität und neue Arbeitsorte
  5. Digitale Vernetzung
  6. Durchlässige Altersgrenzen
  7. Adaptive Arbeitsumgebungen
  8. Ökologie

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Konversationen sind der Blutkreislauf eines Unternehmens


Ken Everett spricht in einem kurzen Vortrag über die militärische Herkunft der Organisationsformen für Unternehmen und wie die Kommunikation innerhalb solcher Organistionen aussieht. Als Kontrast beschreibt er dann wie echte Konversationen im Unternehmen erst Selbstorganisation ermöglichen und damit so wichtige Aspekte wie change, leadership, engagement und talent development- and retention erst mit Leben erfüllt werden.

Auch soziale Netzwerke innerhalb von Unternehmen können diesen Blutkreislauf in Schwung bringen und persönliche Gespräche sehr gut ergänzen- Eine offene Unternehmenskultur, die in so manchem Kulturdokument propagiert wird, benötigt Konversationen. Unternehmen, die dies zulassen, werden auch morgen noch als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen.

Warum müssen Mitarbeiter eigentlich mit einem Bonus zum Arbeiten motiviert werden?


Im Blog von Bernd Geropp habe ich schon vor längerer Zeit einen sehr gut geschriebenen Artikel über die Illusion der Motivationssteigerung durch Boni gelesen. Heute habe ich wieder einmal dort hineingeschaut und kann es mir es nicht verkneifen, auf diesen Irrsinn ebenfalls hinzuweisen. Dazu ein paar Zitate aus Bernd Geropps Artikel:

Ich finde es erstaunlich, dass Unternehmen glauben, ihre Mitarbeiter motivieren zu müssen, damit diese im Sinne des Unternehmens handeln. Für die Erbringung dieser Leistung hat sich der Mitarbeiter doch in seinem Arbeitsvertrag verpflichtet und das Unternehmen zahlt ihm dafür sein Gehalt, oder?

Sobald das eigene Gehalt von Zielen abhängig gemacht wird, sind die meisten Menschen nicht mehr motiviert über anspruchsvolle Ziele auch nur nachzudenken. Ich kann es ihnen nicht verdenken. Es ist schließlich nicht in ihrem Sinne. Es verstößt sogar gegen ihre ureigenen Interessen.”

Was läuft da nun falsch? Welches Denkmodell sitz immer noch in den Köpfen der allermeisten Manager? Es ist das Modell einer Maschine, deren Elemente = Mitarbeiter linear zum Gesamterfolg des Unternehmens beitragen.

Wenn jedes Element den aus seiner Sicht optimalen Beitrag leistet, dann ist auch das Gesamtergebnis optimal. Stimmt, falls die Mitarbeiter nie zusammenarbeiten müssen, sondern jeder isoliert für sich allein seinen besten Beitrag liefert und die Arbeit eher den Charakter von Routinearbeit hat (dazu ubedingt den Talk von Dan Pink ansehen!).

Sowohl individuelles als auch besonders kollaboratives Problemlösen ist alles andere als ein klar strukturierter Arbeitsprozess. Es ist ein Prozess, der alle Eigenschaften nicht-linearen Verhaltens in sich vereint wie wechselseitige Kommunikation zwischen den Mitarbeitern sowie sprunghafte Fortschrittsentwicklung.

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Wie funktioniert Wissenstransfer?


Kristin Block von wissenswerk hat eine gute Zusammenfassung darüber geschrieben, wie Wissenstransfer funktioniert. Besonders hervorheben möchte ich den beschriebenen Aspekt der Wechselwirkung zwischen Sender und Empfänger. Hierzu erwähnt Kristin Block auch die Definition von M.Thiel:

Unter Wissenstransfer ist die zielgerichtete Übertragung von Wissen von einem Transferpartner (Sender) zu einem anderen Transferpartner (Empfänger) zu verstehen, wobei die Transferpartner Individuen oder Kollektive sein können und die Rollen Sender und Empfänger in einer Transfersituation wechseln können.”

Wissenstransfer ist also alles andere als eine Einweg-Kommunikation. Liebe Lehrer und Hochschulprofessoren aufgepasst!

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Information, Wissen und Expertise – dazwischen liegen Welten!


An der Melcrum Summit in London durfte ich auf Einladung von Yammer einen Vortrag halten, bei dem ich auch gezeigt habe, was Information von Wissen, Wissen von Können (Proficiency), und Können von Kompetenz bzw. Expertise unterscheidet. Dazu habe ich die Wissenstreppe von Prof. Klaus North verwendet.

Fast niemand der Teilnehmer (aus dem englischen Sprachraum) kannte dieses Modell. Es zeigt aber sehr schön den langen Weg von der Information zur Expertise auf. Beides wird leider immer noch allzuoft verwechselt. Aussagen wie “Wissen ist heute jederzeit im Internet verfügbar” oder “Aufbau von Wissensdatenbanken” zeugen vom allgemeinen Unverständnis.

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