Wissensarbeit und Kanban (2) – Flow auf allen Ebenen

Kanban ist eine Methode um Flow in einem Projekt oder einer Organisation zu erzeugen, da Überlast oder Blockaden sofort sichtbar werden. Mit Flow ist hier im Sinne von Lean gemeint, dass möglichst nur Arbeiten durchgeführt werden, die dem zu entwickelnden Produkt Wert hinzufügen und diese Arbeit insgesamt ohne grosse Zwischenspeicher auskommt. Das heisst, es wird zum Beispiel in der Softwareentwicklung nur so viel spezifiziert, wie auch im Sprint umgesetzt werden kann oder nur so viel Architektur definiert, wie für die Ziele des Sprints notwendig ist.  Matthias Bohlen hat in einem sehr interessanten Artikel im ObjektSpektrum 1/2012 den Zusammenhang zwischen diesem Flow im Team bzw. der Organisation und dem Flow in der Psyche bei der Durchführung von Wissensarbeit beschrieben.

Continue Reading

Studie zur Digitalen Gesellschaft in Deutschland

Die Initiative D21 hat in Zu­sam­menarbeit mit TNS Infratest die dritte Auflage der Studie Die digitale Ge­sell­schaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich erstellt. Diese do­ku­men­tiert die Entwicklung der deutschen Gesell­schaft auf dem Weg ins digitale Zeitalter im Jahresvergleich. Interessant ist besonders, wie sich die Verteilung in den letzten zwei Jahren vor allem bei den Digitalen Aussenseitern und den Gelegenheitsnutzern nur wenig verändert hat. Beide Nutzergruppen sind immer noch unvermindert stark mit über 50% vertreten. Und dies obwohl gerade in den letzten drei Jahren sich das Internet mit Web 2.0 und Plattformen wie Facebook und Twitter nochmals stark verändert hat. Es scheint so, als ob dieser Wandel zu deutlich mehr aktiver Beteiligung statt nur passiver Nutzung sich vorwiegend in den Kategorien bemerkbar gemacht hat, die sowies schon intensiv mit dem Internet vertraut waren (Trendnutzer, Digitale Profis und Digitale Avantgarde).

Continue Reading

Wissensarbeit und Kanban (1)

Über den Jahreswechsel habe ich mich intensiver mit Kanban beschäftigt und das Buch von David Anderson gelesen. Kanban ist ein Vorgehen, das bei der Produktentwicklung die Anzahl paralleler Arbeiten, den Work in progress (WiP), reduziert und somit schnellere Durchlaufzeiten erreicht und Probleme – insbesondere Engpässe – schnell sichtbar macht. Der Comic One Day in Kanban Land erklärt sehr anschaulich die wesentlichen Elemente von Kanban.

Continue Reading

Was bringt uns 2012 bezüglich des digitalen Arbeitsplatzes?

Paul Miller, Gründer des Digital Workplace Forums, hat die 10 Trends für den digitalen Arbeitsplatz 2012 zusammengefasst. Besonders interessant finde ich den Trend 10: „The Digital Workplace will start to be regarded as a major business opportunity – rather than simply a replacement for physical offices„.  Es scheint der normale Weg vieler Innovationen zu sein: nur wenn damit Einsparungen realisert werden können, sind sie zunächst erfolgreich.

Continue Reading

Was bringt uns 2012?

Ross Dawson hat die wichtigsten 12 Themen zusammengestellt, die das kommende Jahr seiner Ansicht nach prägen werden.

Die Kombination dreier Aspekte möchte ich hier gerne herausgreifen: Everything Social, Reputation Economy und Polarization. Durch die mit Sicherheit weiter zunehmende Bedeutung sozialer Netzwerke – sei es privat als auch beruflich – werden diese immer mehr zum wichtigsten Medium der Reputation und Glaubwürdigkeit. Wer bei der Suche nach einem bestimmten Stichwort bei Google unter den ersten Hits ist, ist glaubwürdig. Wer viele Follower bei Twitter hat, gewinnt an Reputation, da sich so viele ja nicht irren können. Statt Crowd Sourcing entwickelt sich so etwas wie Crowd Credibility Rating. Continue Reading

Welche Innovationsstrategien sind erfolgreich?

In einem interessanten Blogartikel von Hutch Carpenter nimmt der Autor Bezug auf eine Studie von Booz & Company. Hier erkennt man sehr schnell welche Faktoren für Innovation wirklich wichtig sind: eine Kultur, die Innovation unterstützt sowie die Strategie des Denkens vom Kundennutzen her. Daher sollte Innovation nicht nur an die R&D-Abteilung delegiert werden, sondern das ganze Unternehmen muss ein Innovation-Mindset besitzen.

The strategy of relegating innovation to a small, specialized sub-group of employees is a dead-end. R&D has a place in developing high potential new technologies, but it cannot be the sole basis of innovation.

Continue Reading

Knowledge itself is not something you can manage

Jeff Stemke, Knowledge Strategist von Chevron spricht in einem Interview über seine Sichtweise auf Knowledge Management.

Knowledge itself is not something you can manage; you can manage people. But you can accelerate the flow of information and knowledge from one person to another. What’s important is that you’re solving a business problem; you’re not managing knowledge for its own sake.“

Zu den Business Problemen meint Jeff Stemke:

It should start with the business problem the company is facing. How can you improve business performance or increase workforce productivity, how can you solve problems better than you did in the past, how do you accelerate competency because you’re always going to have new people coming in? This is where KM methods work well.“

Die Entwicklung von Wissensmanagement im Laufe der Jahre fasst er so zusammen:

Continue Reading

Definitionen von Wissensarbeit und Wissensarbeiter

Ich habe eine neue Seite Definitionen erstellt. Auf dieser habe ich die wichtigsten Definitionen für die beiden Begriffe Wissensarbeit und Wissensarbeiter zusammengestellt.

Rückblick Stuttgarter Wissensmanagement Tage 2011

Die 7. Stuttgarter Wissensmanagement Tage vom 16. bis 17.11.2011 waren für dieses Jahr die letzte Veranstaltung, bei der ich das Vergnügen hatte, einen Vortrag zu halten. Auffällig bei dieser Veranstaltung war, dass viele Teilnehmer da waren, die sich in der Funktion als Verantwortliche Intranet, HR oder interner Kommunikation erst seit kurzem mit Wissensmanagement beschäftigen. Dies war sehr deutlich in vielen Gesprächen und vor allem im randvoll gefüllten Workshop „Wissensmanagement erfolgreich einführen“ zu sehen. Ein Thema, was auch sehr viel diskutiert wurde und das Prof. Dr. Heinz Mandl und seine Assistentin in einem Vortrag ausführlich erläuterten, waren die altbekannten Yellow Pages (auch Wissensträgerkarten genannt).

Continue Reading

Neues Design

Nach über drei Jahren war es an der Zeit, den Blog in einem neuen Design zu präsentieren. Mit dem WordPress Theme „Selecta„, das ich aus einer Vielzahl von Themes ausgesucht habe, hoffe ich, alle Informationen übersichtlich und leicht auffindbar zur Verfügung zu stellen – und das alles in einem frischen und modernen Design.