Im Jahr 2008 hat das Bitkom eine Studie mit dem Titel: Enterprise 2.0 – Analyse zu Stand und Perspektiven in der deutschen Wirtschaft veröffentlicht. Dabei wurden rund 400 Unternehmen in Deutschland befragt. Die Studie ist eine Fortsetzung der bereits in 2007 von Berlecon Research durchgeführten Studie bei rund 150 Unternehmen über den Einsatz von Web 2.0. Bereits damals haben sich 90 % der Befragten zu mangelnder ITK-Unterstützung für den immer grösseren Bedarf an Zusammenarbeit und Wissensaustausch geäussert:  Nearly 90 % of the respondents have experienced an increased demand for efficient collaboration and the exchange of knowledge. Many of them don´t feel adequately supported in this by their ITC.

Wenn man nun so die Ergebnisse der Studie des Bitkom von 2008 anschaut, erkennt man, dass sich eigentlich nicht viel geändert hat:

  • Deutlich ist zu erkennen, dass die Investitionen und die Anstrengungen mit Fokus auf den Einsatz von neuen Technologien angegangen werden.
  • Die Firmen erhoffen sich durch den Einsatz von Technologie einen positiven Einfluss auf die Unternehmenskultur. Besser wäre: die Unternehmenskultur und die Arbeitsweise der Informations- und Wissensarbeiter dahingehend zu verbessern, dass der Einsatz neuer Technologien nutzbringend ist.
  • Wieder einmal der Versuch von Technologie getriebenes Informations- und Wissensmanagement zu etablieren

Sehr interessant ist auch, dass bei der Befragung Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern und v.a. auch mit globalen Standorten die Vorreiter spielen. Meine Interpretation hier lautet:

  • Grossunternehmen sind besonders schwerfällig, wenn es darum geht eine Unternehmenskultur zu ändern.
  • Wenn die Kulturunterschiede besonders gross sind und die Zusammenarbeit über global verteilte Standorte nicht sehr gut funktioniert, ist die Anfälligkeit besonders gross, dies mit neuer Technologie zu kaschieren oder oberflächlich zu verbessern. Wenn die Hose zu kurz ist, helfen auch mal ein paar längere Hosenträger…

Der Austausch von Daten und der Austausch von Wissen sind allerdings immer noch nicht nur zwei Paar Stiefel, sondern es liegen Welten dazwischen. Daten kann ich elektronisch zu jeder Zeit an jeden Ort der Welt senden. Der Austausch von Wissen erfordert beim Empfänger einen Lernprozess, von dem die meisten Manager nichts wissen wollen. Vielleicht erinnern sich viele der Manager nicht so gern an die eigene Schulzeit zurück…

Viel Spass beim Lesen und Lernen wünscht

der wissensarbeiter

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