Im Blog Carnival Nr.1 beschäftigten sich Andrea Back und Jochen Robes vor einiger Zeit mit der Frage: Ist Wissensarbeit 2.0 traumhaft oder traumatisch? Interessant sind die Aspekte, inwieweit moderne Technologien – also das Internet mit der immensen Daten- bzw. Informationsfülle sowie Web 2.0 – wirklich Wissensarbeit unterstützen. Über 15 andere Blogger haben dazu ebenfalls Einträge in ihren Blogs veröffentlicht. Einer der besten ist auf bloghauszweinull.net zu finden. Hier sagen die Autoren klar und deutlich, dass Web 2.0 lediglich den Zugang zu Informationen erleichtert. Auch Andrea Back in ihrem Editorial beschreibt, dass die persönliche Wissensverarbeitung sich nicht genauso einfach beschleunigen lässt wie der Zugang zu Information.

Dennoch wissen wir immer noch nicht, was denn der Unterschied zwischen Wissensarbeit 1.0 und 2.0 eigentlich sein soll. Nur durch die Nutzung von Wikis, Blogs oder Twitter – also Web 2.0 Technologien – wird Wissensarbeit weder in der Version 1.0 noch in 2.0 von alleine produktiver. Ein Fortschritt in der Produktivität geht deutlich über rein technische Aspekte hinaus. Der Artikel über Enterprise 2.0 hat die Dimension der Unternehmenskultur beleuchtet. Persönliche Arbeitstechniken, Fähigkeiten zur Abstraktion und vieles mehr sind deutlich wichtiger als jede technologische Verbesserung. Wissensarbeit hat mit Denken zu tun. Und unser Denken hat sich im Problemlöseprozess noch nicht deutlich verbessert – da gibt es noch sehr viel Neuland zu entdecken und in die Alltagspraxis einzubauen.

der wissensarbeiter

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