Auf der Plattform für Projekt- und Prozessmanagement JAHOODA hat Patrick Fritz einen Ausschnitt eines Vortrags von Ralf Westphal mit dem Thema Menschenführung in der Wissensarbeit veröffentlicht. Der Beitrag und somit auch das Video sind zwar schon etwas älter (aus dem Jahr 2008), dennoch ist eine Aussage von Ralf Westphal interessant:

  • Wissensarbeit ist Arbeit am Wissen und ist ein ständiger Schöpfungsprozess

Hier kann ich voll zustimmen. Problemlösen heisst, nicht zu wissen, wie die Lösung zu einem gegebenen Problem aussieht und wie der Weg genau dorthin verläuft. Die Suche nach einer Lösung stellt einen Schöpfungsprozess dar, da hierbei neues Wissen erzeugt wird, welches bei ähnlichen Problemstellungen wieder herangezogen werden kann.

Mit der Aussage, dass Wissensarbeit immateriell ist, im Gegensatz zu Objektarbeit, die materiellen Charakter hat, kann ich mich allerdings nicht einverstanden erklären. Wissensarbeit heisst Lösen von Problemen. Dabei ist es vollkommen egal ob das Problem materieller oder immaterieller Natur ist. Ein Softwareentwickler, der sich überlegen muss, wie er die Benutzerschnittstelle gestaltet, damit diese benutzerfreundlich wird, löst genauso ein Problem wie ein Chirurg, der bei einer nicht alltäglichen Operation entscheiden muss, welches Skalpell er einsetzt, wie tief er schneiden soll und welche Sicherheitsmassnahmen er ergreifen muss um das Leben des Patienten so wenig wie möglich zu gefährden.

Dass Wissensarbeit auch eine besondere Art von Menschenführung verlangt im Gegensatz zur Routinearbeit, sieht man an den vielen Diskussionen um Enterprise 2.0.

Viel Spass beim Lesen wünscht

der wissensarbeiter

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  1. Vielen Dank für die Erwähnung!

  2. wissensarbeiter sagt:

    Sehr gerne, Jahooda bietet wirklich interessante Informationen rund um Projektmanagement.

    der wissensarbeiter

  3. […] Fehler, dass Wissensarbeiter immaterielle Dinge entwickeln oder gar produzieren (siehe auch Blogeintrag Menschenführung in der Wissensarbeit) habe ich einen interessanten Artikel in der New York Times gefunden:  The Case for Working with […]

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