Eine von Berlecon Research im Auftrag von Hays durchgeführte Studie mit dem Titel Fachbereiche im Wandel – Wie Wissensarbeit die Unternehmen verändert fasst die sechs wichtigsten Aspekte aufschlussreich zusammen. Für die Studie wurden im Frühjahr 2010 in verschiedenen Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und in Österreich 148 Fachbereichsverantwortliche befragt. Die Ergebnisse sind also empirisch entstanden und geben nach meiner Erfahrung die aktuelle Situation mit den zukünftigen Herausforderungen sehr gut wider.

Die sechs Aspekte sind:

  1. Weiter stark zunehmende Wichtigkeit der Wissensarbeit für die Wertschöpfung in den Unternehmen
  2. Fragmentierung der Wissensarbeit durch intensive Zusammenarbeit der Mitarbeiter über Abteilungen hinweg, mit Kunden, Partnerunternehmen und externen Spezialisten.
  3. Hohe Anforderungen an Flexiblität der Organisation und Mitarbeiter und schnelle Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen
  4. Zunahme des Fachkräftemangels, zunehmende Bedeutung der permanenten Weiterbildung sowie der Einbindung von externen Spezialisten
  5. Zunahme der Bedeutung des internen Wissensaustauschs sowie der abteilungsübergreifenden Vernetzung zur Auflösung von Wissensinseln
  6. Erweiterung des Technologieeinsatzes mit Social Media um auch den externen Austausch von Mitarbeitern zu fördern

Interessant ist es nun, Zusammenhänge zwischen den sechs Aspekten herzustellen. Der meiner Meinung nach wichtigste Zusammenhang ist das Dilemma der Aspekte Fragmentierung der Wissensarbeit (2) bei gleichzeitiger notwendiger Zunahme von Flexibilität (3). Fragmentierung erzeugt Komplexität und Komplexität ist der Feind von Flexiblität. Wenn die Wertschöpfung in starren Prozessen in einer global verteilten Organisationsstruktur erbracht wird, mag das zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr effizient sein. Der Nachteil sind die durch den hohen Spezialisierungsgrad verursachten Wissensinseln (5) sowie die dadurch verursachte schlechte Flexibilität. Die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen bei den Mitarbeitern sowie der Organisation ist dadurch sehr schlecht ausgebildet. Solche Unternehmen befinden sich dann meist in der Effizienzfalle. Dass dies nicht nur ein Problem der Unternehmen ist, sondern auch gesellschaftliche Relevanz hat, habe ich bereits beschrieben.

der wissensarbeiter

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  1. Dazu haben aber einige Unternehmen an ihrer Kultur zu arbeiten. Der Umgang mit- und untereinander ist mit entscheidend wie gut das teilen von Wissen klappt.

  2. […] mit mir stammt. Hays hat Mitte 2011 eine Studie zur Wissensarbeit herausgebracht, die ich auch hier im Blog bereits kommentiert habe. Die wichtigsten Erkenntnisse für mich, die ich auch im Interview genannt […]

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