Im Bereich der Innovationsforschung aber auch in der Anwendung von Social Media Tools taucht immer wieder ein Begriff auf, der zunächst einmal jeden Manager traditioneller Prägung erschaudern lässt: Serendipity. Dieser Begriff beschreibt die zufällige Beobachtung oder Entdeckung von etwas Nützlichem, nach dem man ursprünglich gar nicht gesucht hat. In einem Artikel auf ChangeX beschreiben die Innovationsforscher Oliver Gassmann und Sascha Friesike das Serendipity-Prinzip.

Manager, die gelernt haben, dass nur etwas gemanaged werden kann, was messbar ist, können hier mit der Tatsache, dass Zufall im Spiel ist, nichts anfangen. Auf Zufall zu bauen hört sich auch irgendwie unprofessionell an. Viele gute Ideen entstehen aber oft in nicht geplanten Momenten. Wenn Input von aussen auf unseren mächtigen Assoziativspeicher in unserem Gehirn trifft und  bisher nicht im Zusammenhang gesehene Muster plötzlich sinnvoll verbunden werden, dann ist das Entdecken neuer Erkenntnisse möglich. Sehr oft schon habe ich auf Twitter etwas gelesen und plötzlich Zusammenhänge erkannt, die mir vorher fremd waren. Dabei war der Artikel, auf den der Tweet verwiesen hat, nur ein Trigger für die Denkvorgänge, die schliesslich zwei entfernt im Bezug stehende Muster zusammenbrachten.

Twitter ist für mich im Moment dafür das optimale Tool um immer wieder Serendipity zu erfahren. Ich habe aber auch nicht den Anspruch, alles lesen zu müssen. Mache ich im Buchladen ja auch nicht, beim Fernsehen sowieso nicht, und beim Radio, und im Internet, und…

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  1. xandl11 sagt:

    Dem methodische Vorgehen sollte (zumindest in der Forschung) der Vorzug gegenüber dem zufälligen Entdecken gehören.
    Mit dem Thema Serendipity habe ich mich im Zusammengang mit Enterprise 2.0 und Social Media ebenfalls schon einmal intensiver auseinandergesetzt – ich erlaube mir hier den Verweis auf einen meiner Blog-Beiträge.

    http://www.alexanderstocker.at/2011/08/lesen-sie-immer-alle-tweets.html

    Viele Grüße aus Graz von einem regelmäßigen Blog-Leser,
    Alexander Stocker

  2. wissensarbeiter sagt:

    Danke für den Hinweis auf den sehr anschaulichen Artikel, der schön beschreibt, wie Sie Twitter nutzen. Bei Zühlke haben wir Yammer als internes Social Network eingeführt. Siehe auch:

    https://wissensarbeiter.wordpress.com/2011/11/12/lernen-ist-wichtiger-als-wissen-wissensmanagement-bei-zuhlke/

    Die Skeptiker unter unseren Mitarbeitern argumentieren genau damit, dass sie ja dann neben Email auch noch alle Diskussionen lesen müssten um ja nichts zu verpassen. Ich werde den Link zu Ihrem Artikel gleich mal in unserem Yammer Netzwerk posten und daneben den Skeptikern noch auf klassischem Wege zukommen lassen.

    Viele Grüsse nach Graz – bin übrigens wieder zur iKnow dort
    Jörg Dirbach

  3. xandl11 sagt:

    Vielen Dank, Herr Dirbach, das freut mich sehr.

    Vielleicht interessiert Sie auch noch dieser Beitrag am PR-Blogger:
    http://pr-blogger.de/2011/08/18/wie-sich-neulinge-social-media-aneignen/

    Wir sehen uns dann bestimmt auf der I-KNOW!

    Viele Grüße.
    Alexander Stocker

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