FH-VorarlbergAm 15. und 16.November 2013 fand in Dornbirn das PM-Camp statt. Wiederum standen die wirklich guten Räumlichkeiten der Fachhochschule Vorarlberg zur Verfügung. Diese als Bar Camp organisierte Veranstaltung rund um Projektmanagement habe ich im letzten Jahr zum ersten Mal besucht und war vom Format begeistert. Auch dieses Jahr hat die Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Mein Eindruck war, dass die Qualität der Sessions insgesamt hoch war. Auch die Auswahl an Themen rund um Projektmanagement war enorm. Die Dokumentation der Sessions findet man auf openPM.

Ich organisierte am ersten Tag eine Session zum Thema „Wissensarbeit“. Ziel der Session war es, zu vermitteln, was Wissensarbeit eigentlich ist und warum es für jeden so wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen. Anhand von drei Streichholzaufgaben konnten die Teilnehmer erfahren, wie die Barriere zwischen Problem und Lösung steht und es eines Lernprozesses bedarf, um diese zu überwinden.

Session_jdi02Der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Aufgabe bestand darin, dass bei der zweiten Aufgabe die Teilnehmer bereits das Lösungsmuster aus der ersten Aufgabe kannten und dieses nur anwenden mussten. Schön zu sehen war, wie viele der Teilnehmer bei der ersten Aufgabe diese durch Analyse und reines Nachdenken lösen wollten. Viele verwendeten weder Papier und Bleistift noch versuchten sie Teillösungen zu erarbeiten mit dem Ziel Lösungsmuster zu erkennen. Zwie der typischen Produktivitätsfallen, in die Wissensarbeiter immer wieder fallen. Interessant und voller wertvoller Diskussionen war auch die Session am zweiten Tag von Michael Cramer zum Thema „Wie ticken Wissensarbeiter“. Hier war vor allem das Thema Multitasking im Zentrum und alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies die Produktivität von Wissensarbeitern drastisch reduzieren kann. Unser Projektalltag zeigt immer wieder, dass in vielen Firmen ein Projekt mit einer Anzahl X an FTEs (FTE = Fulltime Equivalent) besetzt wird, aber dieses X nur durch eine viel grössere Anzahl an Mitarbeitern erreicht werden kann. Mit dem Effekt, dass kaum noch Mitarbeiter zu 100% in einem Projekt arbeiten, sondern immer in zwei, drei oder mehr Projekten gleichzeitig involviert sind. Der Kontextwechsel zwischen den einzelnen Projekttagen oder sogar innerhalb des gleichen Tages kostet Zeit und Energie und beeinträchtigt die Produktivität enorm.

Ich besuchte noch einige weitere Sessions wie z.B. über Storytelling, Projekt-Canvas oder Umgang mit Unsicherheit im Projekt. Ich freue mich schon auf das nächste PM-Camp in Zürich vom 25.-26.04.2014 und auf weitere so spannende Sessions wie dieses Jahr in Dornbirn.

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