hockey-89609_640Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren ein Enterprise Social Network eingeführt oder sind aktuell gerade dabei, die Einführung zu lancieren. Lang nicht alle dieser Social Business Initiativen zeigen die Resultate, die ursprünglich erwartet wurden. Sebastian Thielke argumentiert in seinem Artikel Wertesphären: Warum nutzen Mitarbeiter Enterprise 2.0 nicht? damit, dass oft die verschiedenen Wertesphären der Mitarbeiter bezogen auf den Nutzen der Tools nicht ausreichend bedacht werden. Der Autor führt hierzu drei unterschiedliche Wertesphären auf:

  • Ich-Sphäre – das Ich der einzelnen Person steht im Vordergrund, was ist mein persönlicher (auch egoistischer) Nutzen?
  • Wir-Sphäre – das Team, die Community, was ist der Nutzen meiner direkten Umgebung?
  • Uns-Sphäre – das Unternehmen, welchen Nutzen hat das gesamte Unternehmen?

Alle drei Wertesphären sind bei allen Mitarbeitern immer vorhanden aber unter Umständen individuell ausgeprägt. Diese individuelle Ausprägung ist natürlich von der einzelnen Person abhängig aber wird meiner Ansicht nach auch stark von der vorhandenen Unternehmenskultur beeinflusst. Denn diese bestimmt ja schon bei der Einstellung von Mitarbeitern ob das Unternehmen eher Mitarbeiter bevorzugt, die den internen Wettkampf suchen und hier ihre Karrieremöglichkeiten optimieren wollen oder Mitarbeiter, die sich vorwiegend auf Kundennutzen und den Erfolg des Unternehmens insgesamt konzentieren. Klar ist dann auch, dass die Ich-Sphäre bei den kompetitiven Mitarbeitern alle anderen Aspekte überragt, während bei Mitarbeitern, die den Unternehmenserfolg als Massgabe ihres Handelns haben, alle drei Sphären einigermassen ausgeglichen sein sollten.

Überhaupt scheint mir eine der wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung heute die Gestaltung einer Unternehmenskultur, die Kommunikations- und Zusammenarbeitsprozesse quer durch das gesamte Unternehmen nicht nur zulässt, sondern fördert und unterstützt. Mitarbeiter, die fast ausschliesslich in ihrem Wertesystem durch die Ich-Sphäre dominiert sind, werden jegliche Kommunikation und Zusammenarbeit immer nach ihrem meist unmittelbaren persönlichen Nutzen beurteilen. Dies behindert mittel- und langfristig den Erfolg des Unternehmens, besonders wenn Flexibilität in der Zusammenarbeit gefordert ist um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine Antwort »

  1. Das hört sich sehr nach TZI von Ruth Cohn an.

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