Wissensarbeit in Grossraumbüros – macht das wirklich Sinn?


open_officeAm 17. Mai 2015 habe ich einen Artikel zur Blogparade Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter veröffentlicht. Ich betonte in diesem Artikel, dass es grundsätzlich zwei Arbeitsmodi gibt: Individuelles und konzentriertes Arbeiten sowie Teamarbeit, bei der Kommunikation entscheidend ist. Beide Arbreitsmodi benötigen völlig unterschiedliche Arbeitsumgebungen. Trotzdem halten sehr viele Unternehmen am Konzept Grossraumbüro stur fest. Gerade auch Führungskräfte von Entwicklungsteams, die mit agilen Ansätzen wie Scrum arbeiten, sind Verfechter davon, alle Mitarbeiter eines Teams unbedingt im selben Raum zu haben um Kommunikationswege so kurz wie möglich zu halten. Grossraumbüros sind nach wie vor „en vogue“.

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Was ist am Lernen eigentlich faul?


LearnToThinkVor fast eineinhalb Jahren am 17.11.2013 strahlte das Schweizer Fernsehen SRF in der Reihe Sternstunde Philosophie ein interessantes Gespräch mit Richard David Precht mit dem Titel aus: Vergesst das Wissen! Anlass war die Veröffentlichung des neuen Buches von Richard David Precht mit dem Titel Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern. Man kann Richard David Precht mögen oder nicht, seine Aussagen in dieser Sendung haben alle Hand und Fuss. Manche Leute stört es ja, dass er zu allem eine Meinung hat, aber wenn es um das Thema Lernen und Wissen geht, ist seine Argumentation fundiert und absolut realitätsnah.

Es lohnt sich durchaus, auf YouTube das Gespräch mit ihm komplett anzuhören. Den Kern seiner Aussagen, die mich besonders interessiert haben, findet man von Minute 9 bis zur Minute 17:30, also insgesamt 8 1/2 Minuten.

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Manifest zur neuen Arbeit


CampNouMicrosoft hat im April 2014 ein Manifest zur neuen Arbeit veröffentlicht. Das dreiseitige Papier möchte eine neue Geisteshaltung in die oft sehr technokratische Diskussion über die Arbeit der Zukunft bekommen. Die haben dabei die folgenden zentralen Forderungen aufgestellt:

  • ein Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen
  • ein Recht auf selbstbestimmte Freizeit
  • die Abschaffung von künstlichen Hierarchien
  • Strukturen, in denen wir vertrauensvoll, frei und produktiv kommunizieren können
  • Verantwortung für uns selbst und für unsere Arbeit

Thorsten Hübschen von Microsoft sagt, die sozialen Fähigkeiten und Bedürfnisse sollten sich moderner technischer Mittel bedienen, und sich nicht von ihnen drangsalieren lassen. Die Studie wurde in den vergangenen Wochen im Rahmen diverser Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert, so unter anderem auch auf der Digitalkonferenz re:publica 2015. Weiterlesen

Gibt es die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter?


Wissensarbeit_Perfekte_ArbeitsumgebungBastian Wilkat, der einen interessanten Blog zum Thema New Work betreibt, hat vor einiger Zeit eine Blogparade zum Thema Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter gestartet. Als Wissensarbeiter möchte ich dazu auch gerne einen Beitrag leisten.

Wenn man sich Gedanken über die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter machen möchte, kommt man nicht drum herum, klar und deutlich zu definieren, was man wirklich unter Wissensarbeit versteht. Hier auf meinem Blog habe ich einige Definitionen zu Wissensarbeit zusammengetragen. Wenn man sich die Definitionen anschaut, wird klar, dass bei Wissensarbeit die Komplexität der Aufgabe es erfordert, dass der Wissensarbeiter sich neues Wissen aneignen muss um überhaupt eine passende Lösung zu finden. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob jemand dabei am Computer arbeitet oder als Chirurg mit Säge und Meisel einen komplizierten Eingriff am Hüftgelenk vornimmt. Einzig und allein die Tatsache, ob die betreffende Aufgabe einen gewissen Neuartigkeitscharakter für die ausführende Person hat, entscheidet ob es Wissensarbeit ist oder Routinearbeit.

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Neue Wissensmanagement Studie


Knowledge_Learning_smallDie Zeitschrift Wissensmanagement hat im April 2015 zusammen mit dem „Steinbeis-Beratungszentrum Wissensmanagement“ in Stuttgart die Wissensmanagement Umfrage 2015 durchgeführt. Über 400 Unternehmen verschiedenster Grösse wurden befragt und gaben ihre Antworten ab. Auf der News-Seite von wissensmanagement.net kann man eine Zusammenfassung lesen und ein Auszug der Studie mit den wichtigsten Zahlen und Ergebnissen per Email anfordern. Die vollständige Studie ist kostenpflichtig (EUR 99.00)

Die Ergebnisse sind einerseits bemerkenswert – immerhin schreiben wir das Jahr 2015 – andererseits hätte ich auch nichts anderes erwartet. Sehr typisch für die meisten Unternehmen ist es nach wie vor, dass sich Mitarbeiter die für ihre Arbeit notwendigen Informationen persönlich durch Gespräche oder ausserhalb des Unternehmens im Internet beschaffen. Auch für die Kommunikation im Unternehmen sind für den Austausch von Informationen die klassischen Mittel wie Meetings, Email oder Telefon immer noch die beliebtesten. Allerdings kommt auch klar unter den befragten Unternehmen heraus, dass die Erwartungshaltung eine ganz andere ist. Wissensmanagement muss wesentlich mehr können als bisher in den Unternehmen angekommen ist.

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Neue Studie zur Arbeitswelt in Deutschland


Xing_Kompass_Studie_2015XING und Statista haben Ende April 2015 eine neue repräsentative Studie mit dem Titel Kompass neue Arbeitswelt – Die grosse XING Arbeitnehmerstudie 2015 vorgestellt. Hierfür hat das Hamburger Meinungsforschungsinstitut Statista im März und April 2015 4.000 Beschäftigte aller Berufsklassen befragt. Die Studie hatte vor allem zum Ziel die folgenden vier Fragen zu beantworten:

  • Wie beurteilen Arbeitnehmer ihre Jobsituation?
  • Was erwarten sie von der Zukunft?
  • Welche Bedürfnisse werden durch Arbeit erfüllt, welche nicht?
  • Welche Segmente von Arbeitnehmern gibt es?

Besonders die Ergebnisse der Studie, die das Segment der Wissensarbeiter betrifft, finde ich persönlich bemerkenswert:

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Gartner Studie 2014 zu Social Tools


SocialNetworksGartner hat vor kurzem wieder einmal die aktuell verfügbaren Enterprise Social Networks (ESN) untersucht. Es verwundert nicht, dass mit IBM Connections, Microsoft mit Yammer und Jive sich die drei bekanntesten Hersteller im Quadranten oben rechts befinden. Ein interessanter Auszug aus dem Bericht:
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Generation Y – sind die wirklich so anders?


generation_y1Vor ein paar Wochen hat in Zürich die Herbsttagung der schweizerischen Gesellschaft für Organisation SGO stattgefunden. Philipp Riederle hat eine der Keynotes gehalten. Philipp Riederle ist heute 20 Jahre alt und hat vor kurzem ein Buch über die Generation Y veröffentlicht.
Zur Klarheit hier nochmals die Einteilung der Generationen, entnommen aus Wikipedia

  • 1946–1964 „Boomers“
  • 1965–1976 „Generation X“
  • 1977–1998 „Generation Y“
  • 1999–…… „Generation Z“

Philipp Riederle präsentierte aus seiner persönlichen Sicht die typischen Anforderungen der Generation Y an ihr Arbeitsumfeld:

  • Kollaboration, partnerschaftliche Zusammenarbeit / ständiger Wissensaustausch / Verantwortung
  • gelebte Feedback- und Fehlerkultur
  • Autorität durch Substanz, statt Status
  • der Tätigkeit entsprechendes Arbeitsumfeld
  • Integration der “Arbeit” ins “Leben”

Auch im Blog von Hays finden wir Artikel wie Mein Chef und ich – Babyboomer vs. Generation Y. Dort beschreibt die Autorin die typischen Eigenschaften der Generation Y wie folgt:

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Wissensarbeit – drei unterschiedliche Zusammenarbeitsmodelle: Coordination, Collaboration, Cooperation


Collaboration_grafikWenn wir heute Artikel über Enterprise Collaboration lesen oder mit Beratern über dieses Thema sprechen, dann ist fast alles, was im Unternehmen heute stattfindet „Collaboration“. Mit dieser starken Vereinfachung ist es allerdings eher schwierig, sich grundlegend damit zu beschäftigen, wie Wissensarbeit im Unternehmen produktiver gestaltet werden kann. Harold Jarche hat in seinem Blog eine Differenzierung beschrieben, die ich persönlich sehr sinnvoll finde: Coordination, Collaboration, Cooperation:

  • collaboration means ‘working together’. That’s why you see it in market economies. markets are based on quantity and mass.“
  • cooperation means ’sharing’. That’s why you see it in networks. In networks, the nature of the connection is important; it is not simply about quantity and mass …“
  • „…collaboration happens around some kind of plan or structure, while cooperation presumes the freedom of individuals to join and participate. He (Jérôme Delacroix) also says that cooperation, not collaboration, is a driver of creativity.“
Coordination benötigt es vor allem dann, wenn einfache Arbeiten abgestimmt werden müssen, z.B. wer macht was bis wann.

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Die Zukunft der Arbeit (19) – Fragmentierung


exchange-of-ideas-222788_640Im Juni diesen Jahres hatte ich wieder einmal einen Workshop mit Joël Luc Cachelin von der Wissensfabrik arrangiert. Gemeinsam beschäftigt uns das Thema New Work. Aus der ursprünglich gemeinsam erstellten Concept Map haben wir uns dieses Mal mit dem Thema Fragmentierung von Arbeit beschäftigt und intensiv diskutiert, was die Ursachen dafür sind und wie die Auswirkungen auf unsere Arbeitsgesellschaft aussehen.

Wissen muss fliessen


WasserfallAnlässlich des kürzlich stattgefundenen Knowledge Camps der GfWM in Hagen haben die Veranstalter auch ein Videointerview mit Frank Schabel von Hays zum Thema Wissensarbeit/Wissensarbeiter gemacht. Hays hat im Jahr 2013 eine Studie durchgeführt, bei der ich auch als Experte dabei sein durfte. Eine Zusammenfassung über die Studie habe ich damals hier im Blog publiziert.

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Rückblick auf das Knowledge Camp 2014 in Hagen


GKM14_CollageAm 19. und 20. September 2014 fand das Knowledge Camp in Hagen statt. Das Knowledge Camp wird jedes Jahr von der Gesellschaft für Wissensmanagement GfWM in Deutschland organisiert. Der Schwerpunkt in diesem Jahr war das Thema Wissensarbeit. Aus diesem Grund haben mich die Veranstalter angefragt, ob ich nicht bei der Organisation des Camps mitwirken möchte, was ich selbstverständlich sehr gerne tat. Etwa 70 Teilnehmer waren in den zwei Tagen zu den Räumlichkeiten der Fern Uni Hagen gekommen, um sich mit dem Thema Wissensarbeit und natürlich auch Wissensmanagement zu beschäftigen. Auf der Mixxt Community Plattform waren alle Informationen übersichtlich für die Teilnehmer zugänglich. Der Sessionplan zeigt die Vielfalt der Themen.

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Bar Camps


BarCampGruppeBar Camps, auch Unkonferenzen oder Open Space Camps genannt, gewinnen seit einigen Jahren immer mehr Anhänger. Viele Menschen sind enttäuscht von den immer gleichen Powerpoint Präsentationen an den klassischen Konferenzen, die im Giesskannenverfahren versuchen, Erfahrungswissen zu vermitteln. Auch meine eigene Erfahrung aus dem Besuch vieler Konferenzen der letzten Jahre zeigt, dass oft die Gespräche mit anderen Konferenzteilnehmern oder Referenten die interessantesten Erlebnisse sind. Was ist aber nun ein Bar Camp? Das folgende Video auf Youtube erklärt sehr einfach, wie ein Bar Camp funktioniert.

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Agile Breakfast am 29.01.2014 in Bern: Software entwickeln mit Verstand


SwissICTLogoGestern hatte ich auf Einladung der SwissICT das Vergnügen, einen Vortrag im Rahmen des regelmässig stattfindenden Agile Breakfast in Bern zu halten. Es kamen nicht allzuviele Zuhörer, nur etwa 15. Aber die, die da waren, waren die Richtigen. Als ich nach der Diskussion im Anschluss an meinen Vortrag nachfragte, ob die Session etwas gebracht hat, haben sich spontan mehrere Teilnehmer gemeldet und ihre Take-Aways kurz zusammengefasst. Danke für die Diskussion und das Interesse am Thema Wissensarbeit.

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Die Zukunft der Arbeit (18) – Begriffslandkarte über New Work


NewWorkEnde letzten Jahres habe ich mich mit Joël Luc Cachelin von der Wissensfabrik zu einem gemeinsamen Workshop getroffen. Das Ziel war es, eine Landkarte mit Begriffen zum Thema „New Work“ zu erarbeiten. Joël hat diese dann als Website mit einer interaktiven Begriffslandkarte umgesetzt, bei der die Beziehungen zwischen den Begriffen sichtbar werden. Beziehungen zwischen Begriffen bedeuten, dass diese sich gegenseitig beeinflussen. Zusätzlich stehen kurze Erklärungen zu jedem Begriff zu Verfügung. Interessant dabei ist, dass drei Begriffe besonders viele Verbindungen haben:

  • Digitalisierung
  • Ökonomisierung
  • Gegenbewegung

Wenn man diese drei Begriffe in einen Zusammenhang der Wirkungen bringen möchte, lässt sich folgende Aussage formulieren:

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