screen-shot-2016-12-05-at-18-34-41Am 24.11.2016 hatte ich das Vergnügen auf Einladung des User Experience Netzwerks Schweiz einen Vortrag im Rahmen des Last Thursday Talks an der ETH Zürich zu halten. Obwohl mein Thema Wissensarbeit auf den ersten Blick zunächst einmal sehr wenig mit User Experience zu tun hat, kamen trotzdem etwa 25 interessierte Zuhörer.

Interessant ist das Ergebnis meiner kurzen Umfrage zu Beginn des Vortrags. Fast alle Teilnehmer haben den Begriff Wissensarbeit zwar schon öfter gehört, hatten aber meist keine konkrete Vorstellung über dessen Bedeutung. Der Vortrag sollte dem Abhilfe schaffen.

Wissensarbeit ist nichts anderes als Problemlösen. Durch das erste Streichholzrätsel erlebten die Zuhörer wie es ist, Problemstellungen zu lösen, bei denen man weder den Lösungsweg noch irgendwelche Muster kennt, die durch Anwendung zu einer möglichen Lösung führen. Genau das sind die Aspekte, die uns begegnen, wenn wir neuartige innovative Lösungen suchen. Beim zweiten Streichholzrätsel kannten nun alle das erlernte Lösungsmuster aus dem ersten Rätsel und konnten recht schnell die gesuchte Lösung finden. Es zeigte sich (wieder einmal) recht deutlich, wie ungewohnt für uns neuartige Problemstellungen sind. Doch genau diese Fähigkeiten sind in der Zukunft noch wichtiger um zum Beispiel neue Geschäftsmodelle oder Produkte mit einer einzigartigen User Experience zu entwickeln. Genau nachlesen kann man das alles auch im Buch „Software entwickeln mit Verstand“.

 

Eine Antwort »

  1. Jan Foelsing sagt:

    Gute Inhalte. Danke fürs Teilen. Ich stimme Ihnen inhaltlich voll zu. Letztens war ich auf einem Seminar zum Thema Entrepreneurship bzw. dem „Innovationsvorgehen“ von Startups (Effectuation).

    In diesem „Kosmos“ werden die von Ihnen beschriebenen Themen auch sehr stark behandelt. Dort sind sie unter den Worthülsen „Effectuation“, „Lean Startup“, „Design Thinking“ und „SCRUM“ bekannt, oder im HR-Kosmos mittlerweile als „Agile“ / „Arbeiten 4.0“.
    Aber im Prinzip geht es aus meiner Sicht um das Gleiche.

    1. Kundenorientierte Lösungsentwicklung (Effektivität ist hier zuerst wichtiger als Effizienz. Es entsteht ein Raum in dem man auch etwas ausprobieren darf)
    2. In einem unbekannten, unsicheren, komplexen Terrain
    3. Mit vielen, kleinen Iterationen (Lernschleifen) auf dem Weg zu teilweise sogar noch unklaren Zielen
    4. In einem Netzwerk, welches nicht nur auf die interne Organisation beschränkt ist (in dem verstärkt informelles Lernen abläuft)

    Ich stelle dadurch hier einmal die Hypothese auf, dass die Kompetenzen und Methoden die ein „Wissensarbeiter“ beherrschen sollte sehr ähnlich zu denen sind, die sich auch im Rahmen der Entrepreneurshipforschung (bekannt unter Effectuation, erforscht von Prof. Sarasvathy) als sinnvoll herausgestellt haben.
    Werden dann „Wissensarbeiter“ in Zukunft mehr als „Effectuatoren“ / „Innovationsarbeiter“ / „Lösungsarbeiter“ / oder wie ich es gerne nenne „Agile Solution Developer“ bezeichnet? Da sind fast alle Schlagworte drin die gerade so „hipp“ sind. 😀

    Ein wie ich finde schönes Beispiel, wie aus unterschiedlichen Blickwinkeln Worthülsen gebildet werden, die an sich sehr ähnlich sind. Same same but different!?

    Noch schöner ist, dass man daran erkennen kann, dass die Themen der Lern- und Veränderungsfähigkeit von Menschen endlich als immer wichtiger gesehen bzw. anerkannt werden, was für Menschen die sich in diesem Bereich bewegen eine schöne Zukunftsperspektive aufzeigt.

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